Bittermelonen hören auch auf den Namen Bittergurken und werden in Vietnam als „Qua Muop Dang“ bezeichnet. Die Bittermelone gehört zu den Kürbis- und Gurkengewächsen, sodass der Name „Bittergurke“ naheliegt. Dennoch ist die Bezeichnung „Bittermelone“ wesentlich verbreitete. Wichtig ist, dass Sie das Gemüse auf keinen Fall roh verzehren. Der Grund ist, dass im Fruchtfleisch giftige Bitterstoffe enthalten sind, daher auch der Name. Würden Sie das Fruchtfleisch roh essen, könnten Sie Ihren Magen stark verstimmen. Auch die Kerne im Inneren sollte Sie nicht essen. In der Regel werden sie vor der Zubereitung entfernt.
Die Zubereitung kann sehr vielfältig ausfallen, sodass es heute viele vietnamesische Rezepte mit Bittermelone gibt. Beispielsweise macht die Bittermelone eine wunderbare Figur, wenn Sie jene in feine Streifen schneiden und diese gemeinsam mit Salz und Pfeffer scharf anbraten. Schnell verwandeln Sie das Gemüse zu einer hervorragenden Beilage zum Reis. Aber auch in vielen anderen Gerichten kommt Bittermelone zum Einsatz. Natürlich sorgt sie dabei immer wieder für einen Hauch Bitterkeit, doch das überwiegt nicht. Insofern erhält das Gericht eine weitere Geschmackskomponente und wird perfekt ausbalanciert. Die Vietnamesen nutzen die Bittermelone sogar in Süßspeisen. Ein großer Nachteil ist, dass Sie Bittermelone nicht so leicht in Deutschland bekommen. Im Supermarkt gibt es in der Regel keine Bittermelone zu kaufen, weshalb Sie sich in ein Asiageschäft oder einen Feinkostladen begeben sollten. Mit etwas Glück finden Sie hier eine frische Bittermelone und sollten direkt zugreifen. Reisen Sie aber einmal nach Vietnam, werden Sie die Bittermelone an jeder Ecke entdecken. Auf keinen Fall sollten Sie daran einfach vorbeigehen.
Nicht nur der Geschmack ist ein Grund, weshalb Sie die Bittermelone probieren sollten. Auch die diversen Wirkstoffe des Gemüses sind sehr vorteilhaft und wirken auf den Körper entwässernd, entsäuernd, entschlackend, gallenfördern und stoffwechselanregend. Doch auch der Magen wird durch die Einnahme von Bittermelone gestärkt. Außerdem fördern die Wirkstoffe das Immunsystem, sodass die Bittermelone als fiebersenkend und antivital gilt. In der traditionellen asiatischen Medizin ist die Bittermelone eine kleine Geheimwaffe und wird bei Gallenbeschwerden, Magenverstimmungen, Wurmbefall, Krämpfen oder Fieber verabreicht. Dabei können Sie die Melone direkt verzehren, natürlich gekocht, oder Sie stellen einen Aufguss her. Somit ist die Bittermelone lecker und zugleich gesundheitlich wertvoll.